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Die anonyme Bewerbung in der Testphase
In einem eigenen Pilotprojekt will man nun testen, ob sich auch anonyme Bewerber in einem Verfahren durchsetzen können. Hier dreht es sich dann einzig und allein um die richtige Qualifikation, in dem Falle sind Herkunft, Geschlecht oder Alter kein Kriterium mehr für den Jobvertrag. Auch persönliche Angaben haben in dieser Form der Bewerbung nichts verloren, ein Bewerber soll keine Angaben zum Privatleben und seiner Person abgeben müssen, um erfolgreich eingestellt zu werden. Seit November 2010 wird das Projekt von verschiedenen Partnerunternehmen auf Herz und Nieren getestet, beteiligt sind fünf große Firmen sowie das Familienministerium und die nordrhein-westfälische Bundesagentur für Arbeit. Christine Lüders und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes will auf diese Weise vorbeugen und versuchen, das System populär zu machen. Bei der Einstellung spielen dann für Personalchefs nur noch die echten Qualifikationen eine Rolle, Vorlieben und Vorurteile sind dann Schnee von Gestern. Es kann nur ein Gewinn für alle Beteiligten sein, eine solche Bewerbung zu bekommen, denn so kann objektiv entschieden werden, wer für die Stelle geeignet ist. Sobald dem Personaler der Name oder das Geschlecht des Bewerbers nicht passt, schwinden die Chancen immens, für ein Gespräch eingeladen zu werden. Auch ältere Menschen mit guter Ausbildung können so nur selten zum Zuge kommen bei Jobs in Deutschland. Somit ist die anonyme Bewerbung besonders zukunftsweisend und wird hoffentlich auch in Deutschland bald Standard. Quelle: general-anzeiger-bonn.deBild: flickowski (Flickr)
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